Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

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Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

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Kein Job für de Maizière: Integrationsministerium

01.04.2017

Expert_innen empfehlen den Aufbau eines Integrationsministeriums auf Bundesebene. Derzeit gebe es zahllose Ansprechpartner und teils mangelnde Kommunikation zwischen den Behörden, so Verwaltungswissenschaftler der Universität Kiel. Der DGB hingegen fordert, die Zuständigkeit für Integration anderen bestehenden Ministerien zu übertragen.  

„Migration ist für unser Land eine Daueraufgabe und wird das bleiben“, sagte Christoph Brüning vom Lorenz- von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Universität Kiel bei der Vorstellung einer Studie im März in Berlin. „Wir wären gut beraten, wenn wir uns dessen annehmen.“ Merkels berühmt gewordener Ausspruch „Wir schaffen das“ müsse „überführt werden in ein nachhaltiges Integrationsprogramm“, sagte Brüning. Die Bereiche Flucht und Migration würden derzeit „sehr stark unter Sicherheitsaspekten diskutiert“. Ein Bundesministerium für Integration sei die Chance, sich hiervon zu lösen. Ausländer_innen mit Bleiberecht, Einbürgerung, Fragen der doppelten Staatsbürgerschaft, EU-Migration oder der Zuzug von Fachkräften – all dies seien keine Bereiche, die Sicherheitsfragen berühren.

„Die derzeitige Integrationspolitik, die unter Federführung des Bundesministeriums des Innern gestaltet wird, ist von sicherheits- und innenpolitischen Interessen überlagert”, sagt auch das DGB Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Dies zeige sich etwa daran, dass Integrationsmaßnahmen häufig als Anreiz für die Zuwanderung gesehen wird, so Buntenbach. Die Folge sei, dass bestimmte Gruppen von Geflüchteten bei den Integrationsmaßnahmen ganz oder teilweise ausgegrenzt werden. „Wir sind überzeugt, dass der Zugang zu Integrationsmaßnahmen vom aufenthaltsrechtlichen Status entkoppelt werden muss.” Dies bedeute, dass künftig nicht mehr das Innenministerium zuständig sein sollte. Skeptisch sieht Buntenbach hingegen die Forderung nach einem eigenständigen Ministerium für Integration. Stattdessen sollten Kompetenzen vom Innen- zu den Fachministerien verlagert werden. Maßnahmen zur beruflichen Integration etwa sollten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelt werden, so Buntenbach.

Studie „Chancen für ein Bundesministerium für Integration“: http://bit.ly/2mZHB9O  

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration April 2017" entnommen.