Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

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Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

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News + Termine Forum Juli 2017

01.07.2017


Syrische Flüchtlinge: Deutschland deckelte Familiennachzug aus Griechenland

Die Bundesregierung hat Griechenland dazu gebracht, den Familiennachzug von syrischen Flüchtlingen mit Absicht teils jahrelang zu verzögern, obwohl diese einen Rechtsanspruch auf Zusammenführung mit ihren Angehörigen in Deutschland haben. Das geht aus einem am Dienstag geleakten Brief des griechischen Migrationsministers Ioannis Mouzalas an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hervor. Eine Sprecherin de Maizières hatte vor Kurzem bestritten, dass es eine solche Regelung mit Griechenland gibt. In dem handschriftlich an den „lieben Thomas“ adressierten Brief vom 4. Mai vermeldet Mouzalas, dass die Familienzusammenführung nach Deutschland „wie vereinbart verlangsamt wird“. Betroffen seien über 2.000 Antragsteller. Diese müssten „teils Jahre darauf warten, nach Deutschland zu kommen“.

http://bit.ly/2t27ysO

Rechnungshof: Bundesregierung verschwendet 150 Millionen Euro bei Deutschkursen

Nach einem Prüfbericht des Bundesrechnungshofs gab es erhebliche Mängel bei der Ausführung und Abrechnung der Deutschkurse für Flüchtlinge. Die Träger der Kurse waren unter anderem nicht verpflichtet Anwesenheitslisten zu führen. Rund die Hälfte der aus Geldern der Arbeitslosenversicherung finanzierten 300 Millionen Euro seien verschwendet worden. Zudem hatte ein Bildungsträger für Deutschkurse von insgesamt 4110 Teilnehmern 650 doppelt abgerechnet.

http://bit.ly/2t20pbV 

Russlanddeutsche: CSU fordert höhere Renten, Grüne wollen jüdische Kontingentflüchtlinge gleichstellen

Der CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Joachim Herrmann, hat höhere Renten für Russlanddeutsche und andere Spätaussiedler_innen gefordert. Die Vertriebenenverbände wiesen zu Recht auf eine drohende Altersarmut für diese Bevölkerungsgruppe hin, sagte Bayerns Innenminister beim „Heimattag der Siebenbürger Sachsen“. Spätaussiedler_innen, die in den 1990er-Jahren aus Osteuropa nach Deutschland kamen, hätten deutliche Kürzungen ihrer Rentenansprüche hinnehmen müssen. Im Zuge der Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland bis 2025 sollten deshalb seiner Meinung nach auch die Sätze für Spätaussiedler_innen überprüft und angehoben werden. Die Grünen präsentieren derweil einen Gesetzentwurf, um die Schlechterstellung jüdischer Zuwanderer_innen bei den Rentenansprüchen zu beenden. Die Diskriminierung der jüdischen Kontingentflüchtlinge gegenüber den Spätaussiedler_innen aus Osteuropa und Russland müsse beendet werden, sagte der Abgeordnete Volker Beck. Von rund 220.000 jüdischen Zuwanderern sind nach Angaben des Zentralrats der Juden in Deutschland etwa ein Viertel betroffen. Sie sind erst im Rentenalter oder in den letzten Berufsjahren nach Deutschland gekommen, ihre gesamte Berufstätigkeit im Herkunftsland wird nicht anerkannt. Im Unterschied dazu erhalten Spätaussiedler für die Berufsjahre in der alten Heimat deutsche Durchschnittsrenten.

Sichere Arbeitsmigration: ILO will globales Abkommen

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) will Arbeitnehmerrechte in einem globalen Migrationsabkommen verankern. Das sagte der ILO-Direktor Guy Ryder zum Abschluss des 106. Jahrestreffens der Organisation Mitte Juni in Genf. Weltweit gebe es Defizite im staatlichen Umgang mit Migrant _innen. Diese hätten Verletzungen der ILO-Standards zur Folge. Arbeitsmigration werde im kommenden Jahr „auf der Spitze der internationalen Agenda“ stehen, so Ryder. Im Herbst 2018 will die UN ein „Global Compact“ genanntes, weltweites Rahmenabkommen zu Migration beschließen. Bei den Rechten der Arbeitsmigrant_innen dürften „keine Zugeständnisse gemacht werden“, sagte Ryder. Die ILO werde Empfehlungen zur Arbeitsmigration in diesem Abkommen erarbeiten. Doch dabei könne es nicht bleiben: „Dafür zu sorgen, dass Migration sicher und geordnet verlaufen kann, ist die Aufgabe von allen.“

http://bit.ly/2rsLYfH

Ver.di: Fachdialog zu 11 Jahren Antidiskriminierungsgesetz

Vor elf Jahren wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verabschiedet. Es hatte den Schutz vor Diskriminierung und eine gelebte Vielfalt in den Unternehmen zum Ziel. Der 20. ver.di Fachdialog Gender beschäftigt sich mit seinen Konsequenzen: Wie steht es heute um die Vielfalt in Betrieben und Verwaltungen und welchen Beitrag hat das AGG bisher dazu geleistet?

www.fes.de/lnk/2wf

Interkulturelle Woche 2017

„Vielfalt verbindet” ist das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2017. In der Vielfalt, die in Deutschland über Generationen gewachsen ist, liege die Zukunft unserer Gesellschaft, heißt es im Aufruf zu der mehrere Hundert Termine umfassenden Aktionswoche. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 550 Städten und Gemeinden werden rund 5.000 Veranstaltungen durchgeführt. Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW, der Termin in diesem Jahr der 24. bis 30. September.

www.interkulturellewoche.de

Mentor_innenausbildung für Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt
Nord
Teil I: 01. bis 02. September 2017
Teil II: 15. bis 16. September 2017
Veranstaltungsort: Hannover

Sachsen und Berlin-Brandenburg
Teil I: 15. bis 16. September 2017
Teil II: 22. bis 23. September 2017
Veranstaltungsort:
ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Geschäftsstelle Dresden

Bayern/Baden-Württemberg
Teil I: 06. bis 07. Oktober 2017
Teil II: 13. bis 14. Oktober 2017
Veranstaltungsort: DGB Bildungswerk Bayern, München

Nordrhein-Westfalen
Teil I: 10. bis 11. November 2017
Teil II: 17. bis 18. November 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Hattingen

Rheinland-Pfalz/Saarland und Hessen-Thüringen
Teil I: 13. bis 14. November 2017
Teil II: 20. bis 21. November 2017
Veranstaltungsort: Plansecur-Akademie, Kassel
Weiteres Seminar: 28. bis 30. November, Saarbrücken/Kirkel

Faire Mobilität – Ausbeutung und Lohndumping verhindern. Train-the-Trainer Seminar
12. Juli 2017
Veranstaltungsort: Hattingen

Grundlagenseminar im Rahmen der Ausbildung zur betrieblichen Fachkraft Anerkennung
03. bis 08. Oktober
Veranstaltungsort: IG BAU Bildungsstätte Steinbach/Taunus

Unterstützung von Auszubildenden mit Fluchterfahrung im Betrieb
04. bis 05. Oktober
Veranstaltungsort: Ökohaus Frankfurt

Aktive im Themenfeld Migration gewinnen: Mit Medieneinsatz mobilisieren, weiterbilden, organisieren
07. September
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Mediale Sprache und Vielfalt
19. September
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Infos und Anmeldung für alle Veranstaltungen

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Juli 2017" entnommen.