Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

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Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

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Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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News + Termine: Forum Migration 08-17

01.08.2017

Italien will „Verhaltenskodex“ für Seenotrettungs- NGOs im Mittelmeer

Italien hat einen so genannten Verhaltenskodex für die zivile Seenotrettung vorgelegt. Rettungsorganisationen, die den Kodex nicht unterzeichnen, soll die Anlandung in italienischen Häfen untersagt werden können. Er verpflichtet die NGOs, unter anderem keine Lichtsignale einzusetzen, die ermöglichen, Booten in Seenot den Standort von Rettungsbooten anzuzeigen. Die NGOs sollen gerettete Bootsflüchtlinge sogleich in einem sicheren Hafen ausschiffen anstatt den Transfer auf ein anderes Rettungsboot vorzunehmen. Das würde wichtige Rettungskapazitäten für längere Zeit aus den Einsatzgebieten abziehen. Weiter sollen sie Polizeibeamte an Bord lassen und alle ermittlungsrelevanten Informationen an die italienischen Polizeibehörden weitergeben. Der Kodex sei „alarmierend und reiht sich in die Diffamierungs- Kampagne der letzten Monate gegen zivilgesellschaftliche Rettungsorganisationen ein“, sagt Pro Asyl. Die Vorschläge stellen eine empfindliche Behinderung von Rettungseinsätzen dar – um die Ankunft von Flüchtlingen zu verhindern, werden weitere Tote in Kauf genommen. Rund 40 Prozent der Seenotrettungseinsätze werden derzeit von privaten Organisationen durchgeführt. Trotz ihres Einsatzes kamen 2017 bislang über 2.300 Menschen im zentralen Mittelmeer ums Leben.

https://www.proasyl.de/news/sie-nennen-es-verhaltenskodexeu- will-zivile-seenotrettungsorganisationen-an-die-kette-legen/

11 Jahre AGG

In einem Fachtag befasste sich ver.di mit dem seit elf Jahren gültigen Antidiskriminierungsgesetz (AGG). Ein Schwerpunkt war die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) durchgeführte Evaluation, die die Wirkung und den Reformbedarf des AGG untersuchte. Christine Lüders, Leiterin der ADS begrüßte die mit dem AGG verbundenen Entwicklungen: „Diskriminierung im Arbeitsleben ist heute klar geächtet und wird zunehmend offen thematisiert.“ Weiterhin sagte Lüders: „Die Einführung des AGG war ein Meilenstein.“

https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de/ueber-uns/ nachrichten/++co++abd4ca48-653c-11e7-86a9-525400ff2b0e

OECD: Migration nach Deutschland „normalisiert sich“

Nach dem rasanten Anstieg der Zuwanderungszahlen in Deutschland in den vergangenen Jahren normalisiert sich die Lage nach Einschätzung der OECD allmählich. Für 2017 zeichne sich hier eine Entspannung ab, sagte der OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig. Sowohl beim Zugang von Asylsuchenden als auch beim Zuzug von Menschen aus anderen EUStaaten sei der Zenit wohl vorerst überschritten. Deutschland habe sich aber als Einwanderungsland etabliert und halte sich hier auf Platz zwei der OECDLänder – hinter den USA. Derweil wurden im ersten Halbjahr 2017 90.389 Asylsuchende in Deutschland registriert. Diese kamen vor allem aus Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea. Im ersten Halbjahr 2016 waren noch etwa doppelt so viele Asylsuchende nach Deutschland gekommen, im zweiten Halbjahr 2015 sogar mehr als achtmal so viele. Gleichzeitig ist Deutschland derzeit das Land mit den meisten „geförderten Rückkehrern“ durch die IOM. Rund 54.000 Menschen verließen das Land mit einer Unterstützung durch die Organisation um ihrer Abschiebung zuvorzukommen – das waren mehr als die Hälfte aller geförderten IOM-Rückführungen weltweit.

http://www.oecd-ilibrary.org/social-issues-migration-health/ international-migration-outlook-2017_migr_outlook-2017-en

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/ DE/2017/07/asylantraege-juni-2017.html

http://www.iom.int/news/un-migration-agency-helps-nearly- 100000-migrants-return-and-reintegrate-2016

Proficlubs haben 800 Geflüchtete eingebunden

Im Frühjahr 2015 startete das Projekt „Willkommen im Fußball“ mit dem Ziel, durch offene Trainingsangebote jungen Geflüchteten einen Weg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei setzt das Programm auf Bündnisse bestehend aus einem Profiverein der Bundesliga oder 2. Bundesliga, einem Amateurverein und einem sozialen Träger. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 24 Bündnisse, fast 100 Organisationen beteiligen sich am Programm. Neben den Profivereinen und Amateurvereinen zählen Stiftungen, Jugendhilfeträger oder kommunale Akteure zum Netzwerk. Jede Woche werden mehr als 65 Trainingseinheiten umgesetzt und rund 800 junge Geflüchtete eingebunden. Die Spieler und Spielerinnen sind zwischen vier und 30 Jahre alt und kommen vor allem aus Syrien, Afghanistan, Irak.

http://www.presseportal.de/pm/114440/3673765

Neu erschienen I:

Was waren und sind die Spezifika der Antirassismusarbeit in Deutschland, wie sind die Debatten der vergangenen Jahrzehnte verlaufen? „Reden über Rassismus in Deutschland“ gibt einen Überblick. Die Journalistinnen und Journalisten Arno Frank, Doris Akrap, Anna Böcker, Lalon Sander und Hengameh Yaghoobifarah diskutieren kontrovers, wie sinnvoll der Ansatz der Kritischen Weißseinsforschung für die Rassismusdebatte in Deutschland ist.

Sanem Kleff und Mark Terkessidis, „Reden über Rassismus in Deutschland“, Herausgeber: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Aktion Courage e.V., Berlin 2017, ISBN 978-3-933247-68-1, 2,95 Euro inkl. Versand.
https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/redenueber- rassismus-in-deutschland/

Neu erschienen II:

Das Dossier „Welcome to Germany VI – Arbeitsmarktintegration” der Heinrich-Böll-Stiftung thematisiert die gegenwärtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, fasst aktuelle wissenschaftliche Studien zusammen und macht deutlich, wo Handlungsbedarf besteht, damit Menschen mit Fluchterfahrung faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

https://heimatkunde.boell.de/dossier-arbeitsmarktintegration

Neues Portal für russischsprachige Zuwanderer

Eine der größten Zuwanderungsgruppe aus Nicht- EU-Staaten sind junge Menschen aus russischsprachigen Ländern. Insbesondere im Bereich des Ehegattennachzugs besteht hier ein erheblicher Beratungsbedarf. Die Onlineberatung der Jugendmigrationsdienste wurden deshalb nun um ein russischsprachiges Angebot erweitert. Dort können sich ab sofort junge Menschen noch vor ihrer Migration nach Deutschland auf Russisch beraten lassen.

http://putjwgermaniju.org

Mentor_innenausbildung für Grundbildung und Alphabetisierung in der Arbeitswelt
Nord
Teil I: 01. bis 02. September 2017
Teil II: 15. bis 16. September 2017
Veranstaltungsort: Hannover

Sachsen und Berlin-Brandenburg
Teil I: 15. bis 16. September 2017
Teil II: 22. bis 23. September 2017
Veranstaltungsort: ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Geschäftsstelle Dresden

Bayern/Baden-Württemberg
Teil I: 06. bis 07. Oktober 2017
Teil II: 13. bis 14. Oktober 2017
Veranstaltungsort: DGB Bildungswerk Bayern, München

Aktive im Themenfeld Migration gewinnen: Mit Medieneinsatz mobilisieren, weiterbilden, organisieren
07. September 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Mediale Sprache und Vielfalt
19. September 2017
Veranstaltungsort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf

Grundlagenseminar im Rahmen der Ausbildung zur betrieblichen Fachkraft Anerkennung
03. bis 08. Oktober 2017
Veranstaltungsort: IG BAU Bildungsstätte Steinbach/Taunus

Unterstützung von Auszubildenden mit Fluchterfahrung im Betrieb
04. bis 05. Oktober 2017
Veranstaltungsort: Ökohaus Frankfurt

Infos und Anmeldung für alle Veranstaltungen: http://bit.ly/1Jv9okq

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration August 2017" entnommen.