Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Als Betriebsrat aktiv

Die IG Metall hat sich angeschaut, wer in ihrer Gewerkschaft aktiv ist. Das Ergebnis war überraschend:  

Zum Ergebnis der Studie

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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Vielfältige Teams in der vielfältigen Wirklichkeit

Iva Krtalic, Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim WDR, geht es darum, Heterogenität in der Belegschaft als Ressource zu verstehen. 

Ihr Kommentar im Forum Migration zur Vielfalt in der Medienlandschaft 

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Suchen Sie sich eine Stelle als Putzkraft

Erfahrene Bauingenieurin war Alla Evlakhova, als sie aus der Ostukraine nach Deutschland kam. Eine gesuchte Fachkraft mit besten Chancen. Oder?

Ihre Geschichte im Forum Migration  

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Wenn von Herkunft auf Täterschaft geschlossen wird

Mit Racial Profiling, also wenn Menschen allein wegen aufgrund ihrer Herkunft kontrolliert werden, gefährden wir unsere Sicherheit, befürchtet  Dr. Andrea Kretschmann Kriminologin, Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität Berlin. 

Ihr Kommentar im Forum Migration     

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XENOS-Projekt: Verwaltungen interkulturell stärken (Veris) – Vielfalt nutzen

07.02.2012

 

Mit dem Projekt veris sollen Verwaltungen dabei unterstützt werden, sich so aufzustellen, um Vielfalt nutzen zu können:

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung erhalten und erweitern Kompetenzen mit denen sie in ihrer täglichen Berufspraxis produktiv mit Vielfalt umgehen können
  • Akteure im lokalen oder regionalen Zusammenhang erhalten Informationen und die Gelegenheit zum Austausch untereinander sowie mit Praktikern aus anderen Regionen
  • Verantwortliche aus Verwaltungen arbeiten gemeinsam mit ihren Beschäftigten und Organisationen der Region weiter an den Strukturen der Verwaltung, so dass eine gleichberechtigte Teilhabe insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund gewährleistet und vorhandene Potentiale der Vielfalt genutzt werden können

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu den Zielen des XENOS-Förderprogramms, insbesondere im Feld „Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung zu Themen kultureller Vielfalt an den "Lernorten" Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen“.

Hintergrund des Projekts

Vielfalt bedeutet für Verwaltungen sich auf Herausforderungen einzustellen und neue Chancen und Potentiale zu erschließen. Viele Verwaltungen haben sich daher auf unterschiedlichem Wege dem Thema der Interkulturellen Öffnung genähert. Für die Beschäftigten der Verwaltungen heißt die Vergrößerung der Vielfalt – zum Beispiel durch Migration – auch neue Kompetenzanforderungen. Sie sollen kultursensibel beraten oder im KollegInnenkreis mit Heterogenität und verschiedenen Kommunikationsweisen produktiv und professionell umgehen.

Ein wichtiges Element von interkulturellen Öffnungsprozessen ist daher die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Flächendeckend soll geschult und trainiert werden, welche Vielfaltsmerkmale wahrgenommen werden können, welche Strategien es gibt, damit umzugehen und wie der Bezug zum Thema Migration ist. Dabei ist es wichtig, (kulturelle) Vielfalt nicht als reines Migrationsthema zu sehen, sondern auch andere Merkmale mit in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig bedeutet es auch unter Migrantinnen und Migranten die Vielfalt besser zu erkennen. Es gibt keine homogenen Gruppen, für die es Patentrezepte gibt, sondern Individuen mit ganz spezifischen Lebenslagen und kulturellen Erfahrungen oder Zugehörigkeiten. Das zu erkennen und für den Berufsalltag nutzbar zu machen ist wichtig – für die Beschäftigten selbst und für die Bürgerinnen und Bürger.

Dabei sind sowohl strukturelle Bedingungen der Verwaltung als auch der Region zu beachten: Wie ist die Verwaltung aufgestellt? Welche Instrumente entscheiden z.B. über Einstellung und Aufstieg? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedene Lebensstile mit den Arbeitsbedingungen zu verknüpfen? Wie werden die Mitarbeitenden beteiligt? In der Region stellen sich folgende Fragen: Welche Lebenslagen sind dort in welcher Häufung vertreten? Welche sozialräumlichen Bedingungen finde ich vor? Welche Organisationen und Personen sind aktiv, wenn es um Arbeitsmarkt, Migration, Vielfalt oder Diskriminierung geht? Wie kann ich das Know How der Akteure für meine Verwaltung nutzen und dabei vorhandene Netzwerke oder Mittler einbeziehen?

Nur wenn die Verwaltungen diese Fragen beantworten und die Herausforderungen meistern, können sie die Potentiale der Vielfalt wirklich nutzen – das nützt der Verwaltung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, den Beschäftigten bei der Effektivität, der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen an den Prozessen und Produkten der Verwaltung und der Region bei der Darstellung als weltoffener und attraktiver Standort.

In dem Projekt gibt es vier Teilprojekte:

Das Steuerungs- und Transferprojekt
Das DGB Bildungswerk organisiert das Projekt, analysiert Bedarfe, entwickelt Schulungs- und Beratungskonzepte, organisiert die Bildungs- und Vernetzungsveranstaltungen, transferiert das Projekt über die Teilprojektgrenzen hinaus und stellt das Personal für das Projekt.

Die regionalen Teilprojekte:

Kreis Lippe
Hier werden die Mitarbeitenden der Verwaltung und kommunaler Einrichtungen im Umgang mit Vielfalt geschult und beraten – in enger Abstimmung mit der Integrationsbeauftragten Sabine Beine und der Projektgruppe Interkulturelle Öffnung des Kreises.

Stadt Waldkirch
Auch hier steht die Kompetenzentwicklung der Mitarbeitenden im Vordergrund unter starker Beteiligung der anderen Akteure vor Ort. Die Integrationsbeauftragte Regine Gudat koordiniert vor Ort.

Stadt Kassel 
Interkulturelle Öffnung ist ein wesentlicher Bestandteil des kürzlich verabschiedeten Integrationskonzeptes der Stadt Kassel. Die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeitenden auszubauen und die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen im Berufsalltag noch mehr nutzbar zu machen, sind zentrale Ziele. Die Integrationsbeauftragte Dilek Usta organisiert in Kooperation mit dem Personal- und Organisationsamt die Umsetzung.

Pressemitteilung_veris_21_03_2012

Das Projekt wird im Rahmen des Programms XENOS – Integration und Vielfalt aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Laufzeit:
01.01.2012 - 31.12.2014

Ansprechpartner:
Daniel Weber
Leiter Interkulturelles Kompetenzzentrum
E-Mail: daniel.weber@dgb-bildungswerk.de
Tel. 0211/43 01-197