News + Termine: Forum Migration 04-17

01.04.2017

Rückkehrwillige: BAMF schaltet Telefonhotline  

Rückkehrinteressierte, Behörden und Ehrenamtliche können ihre Fragen zur freiwilligen Rückkehr von Migrant_ innen in ihre Herkunftsländer ab sofort an die Rückkehrhotline im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) richten. Unter der zentralen Rufnummer des Service Centers des BAMF (0911/943-0) kann die Rückkehrhotline von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr in deutscher und englischer Sprache erreicht werden. Anrufer werden über Rückkehr- und Reintegrationsprogramme, unter anderem zu dem im Februar mit einem Finanzvolumen von 40 Millionen Euro gestarteten Bundesprogramm StarthilfePlus informiert.

„Blaue Karte EU“: Über 50.000 ausgestellt

Seit der Einführung im August 2012 bis einschließlich Dezember 2016 haben 53.704 hoch qualifizierte Zugewanderte eine Blaue Karte EU in Deutschland erhalten. Das geht aus einer Statistik hervor, die das BAMF vorgelegt hat. Deutschland liegt damit bei der Erteilung der Blaue Karte EU innerhalb der Europäischen Union an der Spitze. 2015 lag der deutsche Anteil an erteilten Blauen Karten EU bei mehr als 85 Prozent. „An den Zahlen sehen wir ganz deutlich: Deutschland ist ein attraktives Land für hoch qualifizierte Zuwanderer und die Blaue Karte EU eine gefragte Möglichkeit, um hierzulande arbeiten zu können“, sagt BAMF-Vizepräsidentin Uta Dauke.

GEW: Zweitsprachenerwerb sollte möglichst früh beginnen

Der Erwerb der deutschen Sprache ist zentral für die soziale Inklusion. Die Erkenntnisse der Zweitspracherwerbsforschung belegen eindeutig, dass Kinder weder durch den simultanen Erwerb zweier Sprachen noch durch den frühen Zweitspracherwerb überfordert werden. Darauf hat die GEW hingewiesen.

Stellungnahme der GEW: http://bit.ly/2mLhlNy

OECD: Gute Bedingungen für Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht Deutschland gut vorbereitet auf die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt. Die Rahmenbedingungen seien mit starker Unterstützung durch die Zivilgesellschaft verbessert worden, heißt es in einer neuen Studie der OECD. Demnach waren rund neun Prozent der in Deutschland registrierten Arbeitslosen im Februar anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerber_innen. Die Autor_innen erwarten, dass wegen der langen Dauer der Asylverfahren die in den Jahren 2015 und 2016 eingereisten Schutzsuchenden erst jetzt langsam in den Arbeitsmarkt eintreten. Die Autor_innen fordern, die unterschiedlichen Startvoraussetzungen genauer im Blick zu haben. Vor allem für viele Frauen und Geringqualifizierte unter den Flüchtlingen werde eine rasche Arbeitsmarktintegration häufig nicht möglich sein, heißt es in der Studie. Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie zu fachspezifischem Deutschunterricht sollten weiter ausgebaut werden, schlug die OECD-Sonderbeauftragte Gabriele Ramos vor.

Studie der OECD: http://u.epd.de/r4z  

Hotelportale: Fair in den Urlaub  

Schon bald steht für viele Arbeitnehmer_innen die Urlaubsplanung 2017 an. Dutzende Portale helfen bei der Suche nach dem passenden Hotel oder dem Ferienhaus – allerdings geht es dabei stets um die günstigsten Angebote, faire Arbeitsbedingungen der Beschäftigten spielen keine Rolle. Für verschiedene Länder haben Gewerkschaften und Beschäftigte nun Webseiten und Apps initiiert, mit denen man Unterkünfte suchen kann, die faire Arbeitsbedingungen für Hotelangestellte garantieren. Bisher gibt es Plattformen für Irland, Dänemark, Kroatien, Schweden und die USA. Eine Übersicht hat der DGB zusammengestellt:

http://bit.ly/2nV0mZl  

Integrationskurse: 317.000 Teilnehmer_innen

Im vergangenen Jahr haben mindestens 317.000 Menschen einen Integrationskurs neu begonnen. Dies berichtet die „Rheinische Post“. Damit verzeichnet das BAMF etwa eine Verdoppelung der neuen Teilnehmer im Vergleich zu 2015. Knapp zwei Drittel der neuen Kursteilnehmer waren männlich, vier von zehn Teilnehmer_innen kamen aus Syrien.

IG BAU begrüßt Sperrliste für Betrugsfirmen  

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt eine neue Gesetzesinitiative von Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Ein bundesweites Sündenregister für die schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern ist überfällig. Dass das Bundeswirtschaftsministerium künftig betrügerische Firmen von öffentlichen Aufträgen ausschließen will, ist konsequent“, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende, Dietmar Schäfers. Er sprach von einem „entschlossenen Schritt, dass die Bundesregierung die Sperrliste für Betrugsfirmen noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg bringen will“. Besonders wichtig sei, dass dem Register neben Geldwäsche, Bestechung, Steuerhinterziehung und weiteren Delikten vor allem auch Schwarzarbeit und Mindestlohn-Verstöße gemeldet werden sollen. „Damit ist die ‚Blacklist der kriminellen Arbeitgebermachenschaften‘ auch ein entscheidender Schritt gegen Lohn- und Preis-Dumping und für faireren Wettbewerb“, sagt Schäfers. Denn auch gravierende Verstöße gegen das Arbeits- und Sozialrecht könnten künftig zum Ausschluss von öffentlichen Auftragsvergaben führen. „Wichtig ist es jetzt allerdings auch, das Register möglichst intensiv zu füttern. Und entscheidend dafür sind nicht zuletzt die Zoll-Kontrollen – von der Schwarzarbeit auf dem Bau bis zu massiven Verstößen gegen die Branchen- Mindestlöhne und gegen den gesetzlichen Mindestlohn“, so Schäfers.  

 

Interkulturelles Kommunikations- und Konflikttraining. Sichere Kommunikation in kultureller Vielfalt
12./13. Mai 20 17, 02./03.Juni 2017, 11./12. August 2017, 08./09. September 2017 und 20./21. Oktober 2017
Seminarnummer: 567005
Veranstaltungsort: Osnabrück/Melle

1.150,00 Euro/1.035,00 Euro für ver.di-Mitglieder incl. Material, Seminargetränke; excl. evtl. Unterbringungs- und Verpflegungskosten Durchgeführt vom Bildungswerk ver.di Region Osnabrück in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk Bund

http://www.bw-verdi.de/fileadmin/user_upload/Osnabrueck/ QuBE/Infoblatt_Interkulturelles12017.pdf  

Grundlagenseminar im Rahmen der Ausbildung zur betrieblichen Fachkraft Anerkennung
07. Mai 2017
Veranstaltungsort: Hattingen

Infos und Anmeldung für alle Veranstaltungen: http://bit.ly/1Jv9okq  

 



 




















































 

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration April 2017" entnommen.