Schutz für entsandte Beschäftigte

12-Stunden Schicht, 6 Tage die Woche und am Ende nicht den vereinbarten Lohn erhalten - das kennen zu viele entsandte Beschäftige. Nun gibt es neue Anläufe ihre Situation zu verbessern.

Vorschläge zur Reform der Entsenderichtlinie

Kommentar Terry Reintke, MEP Die Grünen

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MdBs mit Migrationshintergrund

22,50 Prozent der Gesamtbevölkerung haben Migrationshintergrund. Aber wie sieht es aktuell im Bundestag aus? 

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Augsburg: ver.di kämpft gegen Abschiebung

Krankenpfleger werden dringend gesucht - trotzdem soll er afghanische Flüchtling Anwar Khan abgeschoben werden. Und dass, obwohl er Anfang Oktober mit seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnen wollte.

Der Fall

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G2 Gipfel: Recht auf menschenwürdige Arbeit

Sharan Burrow Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC, war Teil des „Labour20“- Prozesses im Rahmen der deutschen G20- Präsidentschaft.

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Neoliberales Programm mit sozialpopulistischem Mantel

Die Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten findet auch in den Betrieben statt.

Was können Gewerkschaften und Betriebsräte tun? 

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Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

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Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

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Merkblatt: Bedeutung der Gleichwertigkeitsfeststellung

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ANERKANNT!

WAS BEDEUTET GLEICHWERTIGKEITSFESTSTELLUNG?

Was unterscheidet den polnischen Elektromechaniker vom deutschen Systemelektroniker? Die Ausbildungswege sind unterschiedlich, dennoch können die Fähigkeiten identisch sein. Wer eine berufliche Ausbildung im Ausland abgeschlossen hat und in Deutschland in seinem Beruf arbeiten möchte, hat die Chance, dass seine Ausbildung anerkannt wird.

 Möglich macht dies die sogenannte Gleichwertigkeitsfeststellung. Dieses Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen (BQFG) hilft den Betroffenen herauszufinden, ob es in Deutschland einen Referenzberuf gibt. Ein solcher Referenzberuf wäre im Falle des polnischen Elektromechanikers eben der Systemelektroniker. Das BQFG ist auf alle 330 Ausbildungsberufe im dualen System anwendbar. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack definiert das in einem Interview:

 „Die Gleichwertigkeitsbescheinigung ist zwar kein formaler Abschluss, den jemand vor der Kammer abgelegt hat, sie drückt aber aus, dass die im Ausland erworbene Fähigkeit einem deutschen Berufsabschluss entspricht.“

Die IHK FOSA (Foreign Skills Approval) ist das bundesweite Kompetenzzentrum deutscher Industrie- und Handelskammern zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse, sofern es sich um keinen handwerklichen oder landwirtschaftlichen Beruf handelt. In diesem Fall sind die Handwerkskammern oder die Landwirtschaftskammern der richtige Ansprechpartner. Ob IHK oder Handwerkskammer: Hier werden die Anträge entgegengenommen. Sie überprüfen jeweils inwieweit ausländische Berufsqualifikationen mit entsprechenden deutschen Berufsabschlüssen als gleichwertig eingestuft werden können.

Der Vorteil, der den Aufwand der Antragstellung lohnt: Wird die Gleichwertigkeit anerkannt, gelten für den Beschäftigten auch die gleichen Bedingungen wie für die deutschen Kolleginnen oder Kollegen. Und die Anerkennung ermöglicht auch Bewerbungen auf entsprechende Stellenangebote. Die IHK versichert:

 „Mit dem Gleichwertigkeitsbescheid erhalten Antragsteller ein offizielles und rechtssicheres Dokument, das die Gleichwertigkeit der ausländischen Qualifikation mit der entsprechenden deutschen Referenzqualifikation bestätigt.“

Keine vollständige Gleichwertigkeit

Ergibt die Prüfung nur eine „teilweise Gleichwertigkeit“, haben die Antragsteller die Möglichkeit, sich die fehlenden Qualifikationen über entsprechende Weiterbildung anzueignen. Der Fachausdruck heißt „Anpassungsqualifizierung“, oder – für manche Berufe – auch Eignungsprüfung. Dabei kann es sich um ein Seminar oder Praktikum handeln, das als notwendig angesehen wird, oder eine Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme. Bei teilweiser Gleichwertigkeit werden die vorhandenen Qualifikationen sowie die fehlenden Kenntnisse im Bescheid detailliert beschrieben. Dies ermöglicht eine gezielte Weiterbildung und Nachqualifizierung.

Die zentralen Stellen für weitergehende Informationen:  

Hier finden sich übersichtlich alle Infos, die Antragsteller benötigen:

www.ihk-fosa.de 

Die Handwerkskammern der Bundesländer. Sie sind die Ansprechpartner für Handwerksberufe:

www.handwerk-bw.de
www.hwk-muenchen.de
www.hwk-berlin.de
www.hwk-Potsdam.de
www.hwk-bremen.de
www.hwk-hamburg.de
www.handwerk-hessen.de
www.hwk-omv.de
www.handwerk-lhn.de 
www.handwerk-nrw.de
www.handwerk-rlp.de
www.hwk-dresden.de