Suchen Sie sich eine Stelle als Putzkraft

Erfahrene Bauingenieurin war Alla Evlakhova, als sie aus der Ostukraine nach Deutschland kam. Eine gesuchte Fachkraft mit besten Chancen. Oder?

Ihre Geschichte im Forum Migration  

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Wahl in Frankreich

Am 23. April wird in Frankreich gewählt. Der Wahlkampf der rechtsextremen Front National richtet sich explizit auch gegen migrantische Arbeiter_innen. Wie gehen gewerkschaftlich organisierte Migrant_innen damit um?    

Interview mit Marilyne Poulain vom französischen Gewerkschaftsbund CGT   

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Wenn von Herkunft auf Täterschaft geschlossen wird

Mit Racial Profiling, also wenn Menschen allein wegen aufgrund ihrer Herkunft kontrolliert werden, gefährden wir unsere Sicherheit, befürchtet  Dr. Andrea Kretschmann Kriminologin, Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität Berlin. 

Ihr Kommentar im Forum Migration     

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Integration durch Arbeit

Dass Einschränkungen zur Arbeitsaufnahme von Flüchtlingen führen zu Desintegration erläutert Dr. Irene Götz, Institut für Europäische Ethnologie, LMU München im aktuellen Kommentar des Forum Migration.

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Mosaikstein zur Willkommenskultur

Seine Erfahrungen mit Interkulturellen Schulungen von Beschäftigten in Arbeitsagenturen und Jobcentern schildert ein Trainer in unserem Forum Migration.

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Deutlich weniger Verdienst

Ausländische Staatsangehörige in Deutschland verdienten 2015 im Schnitt 21,5 Prozent weniger verdient als Deutsche. Steuern nun alle Migrant_ innen auf Altersarmut zu?

Antwort auf die Frage gibt Professor Thomas K. Bauer vom Sachverständigenrat Migration in unserem Forum Migration

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Arbeitsmarkt

Der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ist für verschiedene Ausländergruppen unterschiedlich gestaltet. Insgesamt ist das Arbeitsgenehmigungsrecht außerordentlich verschachtelt und unübersichtlich. Neben den offiziellen Zugängen nehmen prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer weiter zu. In den unterschiedlichen Erscheinungsformen sind alle Branchen betroffen.

Das Thema AusländerInnen und Arbeitsmarkt wirft ganz verschiedenartige Fragen auf. Eine grundlegende Frage bezieht sich darauf, wer auf welche Weise Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt hat. Unbegrenzten Zugang haben zunächst einmal alle ArbeitsmarktinländerInnen. Das sind Deutsche, StaatsbürgerInnen aus einem anderen EU-Land sowie Norwegen und Island (als Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums). Dazu zählen weiter Ausländer mit einer Arbeitsberechtigung (für die eine fünfjährige versicherungspflichtige Beschäftigung oder ein sechsjähriger ununterbrochener Aufenthalt ebenso Voraussetzung ist wie eine Aufenthaltserlaubnis oder -befugnis). Eine weitere Gruppe sind AusländerInnen mit einer Aufenthaltsberechtigung.

Alle diese Gruppen sind so genannte ArbeitsmarktinländerInnen, für die auf dem Arbeitsmarkt das so genannte Inländerprimat gilt. Sie werden denen gegenüber bei der Aufnahme einer Arbeit bevorzugt, die als DrittstaatlerInnen neu nach Deutschland kommen und Arbeit suchen. Die Bevorrechtigung deutscher und ausländischer Arbeitsmarktinländer dient vor allem deren Schutz vor Verdrängung.

Für die Integration - in diesem Fall besonders von DrittstaatlerInnen - eher hinderlich ist eine besondere Konstellation bei der Vorrangprüfung. Generell befürworten die Gewerkschaften das Inländerprimat auf dem Arbeitsmarkt. Nun ist im Sozialgesetzbuch III festgelegt, dass mit Ablauf einer Arbeitserlaubnis die Vorrangprüfung erneut vorgenommen werden muss - auch dann, wenn ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis besteht. Eine solche „Behördenkündigung“ wird als äußerst problematisch angesehen - und dies nicht nur von den Gewerkschaften, sondern auch von den Arbeitgebern und der Ausländerbeauftragten. Ebenso wurde von den Gewerkschaften das Arbeitsverbot für Flüchtlinge kritisiert.

Für DrittstaatlerInnen, die sich um eine Arbeitsgenehmigung bemühen, ist die wichtigste Voraussetzung: Sie müssen sich rechtmäßig im Land aufhalten, eine Aufenthaltsgenehmigung, -duldung oder -gestattung haben. Daneben gibt es zum Teil Wartefristen, die erfüllt sein müssen. Eine weitere Bedingung für die Arbeitserlaubnis ist, dass das angestrebte Beschäftigungsverhältnis nicht ungünstiger ist als für vergleichbare inländische Arbeitnehmer. Es muss zum Beispiel Tarif- bzw. der ortsübliche Lohn gezahlt werden.

Insgesamt ist das Arbeitsgenehmigungsrecht außerordentlich verschachtelt und unübersichtlich. Von daher fordern sowohl der DGB als auch die Bundesausländerbeauftragte eine grundlegende Reform. Aus Sicht des DGB reicht das Inländerprimat für die sozialverträgliche Steuerung des Zugangs zum Arbeitsmarkt aus. Auch wenn für InländerInnen - gleich mit welchem Pass - der Zugang zum Arbeitsmarkt prinzipiell offen ist, gibt es im Einzelnen Restriktionen. So ist AusländerInnen der Zugang zu bestimmten Berufen versperrt. Das bekannteste Beispiel ist die Beamtenlaufbahnen, wofür die deutsche Staatsangehörigkeit Voraussetzung ist.